09 · 2011

Flughafen München Satellit


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Weiterführende Links: Flughafen München · Deutsche Lufthansa

Aufstockung und Erweiterung der bestehenden Gepäcksortierhalle zu einem Satellitenterminal auf dem Vorfeld Ost am Flughafen München

Nachdem das Terminal 2 (T2) am Flughafen München bereits Ende 2011 seine Kapazitäts-grenze von 25 Mio. Passagieren pro Jahr überschritten hat, wird zur Entlastung ein neues Satellitenterminal mit einer Abfertigungskapazität von 11 Mio. Passagieren gebaut. Koch+Partner setzte sich in einem mehrstufigen internationalen Wettbewerbsverfahren durch und wurde als Generalplaner mit den Leistungsphasen 2-8 beauftragt.

Das Satellitengebäude soll flexibel nutzbar sein und Möglichkeiten zur Erweiterung zulassen. In der ersten Ausbaustufe wird zunächst die Gepäcksortierhalle auf dem östlichen Vorfeld erweitert und aufgestockt. Zu einem späteren Zeitpunkt kann ein zweiter Bauabschnitt nach Osten ergänzt werden. Die Baumaßnahmen begannen im Mai 2012. Am 26. April 2016 ist der Satellit termin- und kostengerecht in Betrieb gegangen.

Der Satellit ist kein neues Terminal, sondern eine funktionale und operative Erweiterung des T2 - ohne eigene landseitige Anbindung - und wird die Hub-Funktion des Flughafen Münchens weiter verbessern. Die Anbindung des Satelliten an das Terminal 2 erfolgt mit einem führerlosen, unterirdischen Personentransportsystem (PTS) in rund einer Minute Fahrzeit. Die Tunnelbauwerke und die Bahnhöfe für das PTS wurden bereits beim Bau des Terminals 2 im Rohbau errichtet.

Die Zugehörigkeit zum T2 und die Wiedererkennung ist eines der obersten Gestaltungsprinzipien. Großzügige, klar strukturierte, lichtdurchflutete Räume sowie helle Materialien und Farben werden auch im Satelliten für eine gute Orientierung sorgen. Dem Passagier wird im Satelliten, wie im T2, neben fünf neuen Lounges der Lufthansa ein umfangreiches Shopping- und Gastronomieangebot zur Verfügung stehen: Der Marktplatz in der lichtdurchfluteten Zentralen Mitte um den bestehenden Vorfeldtower eröffnet über drei Ebenen den freien Blick auf das Vorfeld.

Die Vorgabe, den CO2 - Ausstoß gegenüber T1 und T2 um circa 40% zu reduzieren, wurde in der Planung des Satelliten von Anfang an berücksichtigt. Der Einsatz modernster Technologien wie zum Beispiel Quelllufttechnik bei der Klimatisierung und Latentwärmespeicher (PCM - Phase Change Material) in der begehbaren Klimafassade wird das ermöglichen. Eine große Herausforderung ist die Baulogistik und das Bauen bei laufendem Betrieb, da während der gesamten Bauzeit der Flughafenbetrieb aufrechterhalten bleiben muss.

Projekt- und Gebäudedaten:

  • Standort: Vorfeld Ost, 85356 Flughafen-München
  • Bauherr:
    Flughafen München GmbH + Deutsche Lufthansa AG
    vertreten durch die
    Terminal 2 Gesellschaft mbH & Co oHG
    Geschäftsbesorger: Flughafen München Baugesellschaft mbH (FMBau)
  • Architekten und Generalplaner: K+P Architekten und Stadtplaner GmbH
  • Planungsgemeinschaft Bauleitung Satellit K+P / H+P:
    K+P Architekten und Stadtplaner GmbH
    H+P Höhler+Partner Architekten und Ingenieure
  • Kosten (KGR 2-7): ca. 650 Mio. Euro   
  • Bruttogeschossfläche: 125.800 qm (BGF-Neubau)
  • Gebäudelänge Satellit: 609 m
  • Passagierkapazität: 11 Mio./Jahr
  • Gates: 52
  • Gebäudepositionen: 27
  • Warteraumfläche: 17.800 qm
  • Retail und Gastronomie: 9.300 qm
  • Lounge Bereiche: 4.500 qm
  • Planungsbeginn: 2008 (Wettbewerbsgewinn 2007)
  • Baubeginn Rohbau: Mai 2012
  • Eröffnung: 26. April 2016

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