09 · 2011
Flughafen München Satellit
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Aufstockung und Erweiterung der bestehenden Gepäcksortierhalle zu einem Satellitenterminal auf dem Vorfeld Ost am Flughafen München
Nachdem das Terminal 2 (T2) am Flughafen München bereits Ende 2011 seine Kapazitätsgrenze von 25 Mio. Passagieren pro Jahr überschreiten wird, wird zur Entlastung ein neues Satellitenterminal gebaut. Mit einer Abfertigungskapazität von 11 Mio. Passagieren kommt der Satellit an die Leistung des Terminal 1 heran. Koch+Partner setzte sich in einem mehrstufigen internationalen Wettbewerbsverfahren durch und wurde als Generalplaner mit Vorentwurf, Entwurf und den weiteren Planungen, beginnend mit der Genehmigungsplanung, beauftragt.
Das Satellitengebäude soll flexibel nutzbar sein und die Möglichkeit einer Erweiterung zulassen. In der ersten Ausbaustufe wird zunächst die Gepäcksortierhalle auf dem östlichen Vorfeld erweitert und aufgestockt. Zu einem späteren Zeitpunkt kann ein zweiter Bauabschnitt nach Osten ergänzt werden.
Es handelt sich dabei nicht um ein neues Terminal, sondern um eine funktionale und operative Ergänzung des T2 - ohne eigene landseitige Anbindung. Die Zugehörigkeit zum T2 und die Wiedererkennung ist eines der obersten Gestaltungsprinzipien. Großzügige, klar strukturierte, lichtdurchflutete Räume, sowie helle Materialien und Farben, werden auch im Satelliten für eine gute Orientierung sorgen. Passagiere, die im Satelliten zu- oder aussteigen, checken im T2 ein und holen ihr Gepäck dort auch ab. Nach der zentralen Sicherheitskontrolle im T2 erreicht der abfliegende Passagier mit einem führerlosen unterirdischen Personentransportsystem (PTS) in etwa 50 Sekunden den Satelliten. Die Tunnelbauwerke und die Bahnhöfe für das einer U-Bahn gleichende PTS wurden bereits beim Bau des Terminals 2 im Rohbau errichtet. Dem Passagier wird im Satelliten, wie im T2, ein umfangreiches Shopping- und Gastronomieangebot zur Verfügung stehen: Dieser Marktplatz in der lichtdurchfluteten Zentralen Mitte um den bestehenden Vorfeldtower eröffnet über drei Ebenen den freien Blick auf das Vorfeld.
Die Vorgabe, den CO2-Ausstoß gegenüber T1 und T2 um 40 % zu reduzieren, wird in der Planung des Satelliten von Anfang an berücksichtigt.
Eine große Herausforderung wird die Baulogistik sein, da der Flughafenbetrieb während der gesamten Bauzeit aufrecht erhalten bleiben muss und innerhalb des Flughafensicherheitsbereiches liegt.
Projekt- und Gebäudedaten für den 1. Bauabschnitt:
- Standort: Vorfeld Ost, 85356 Flughafen-München
- Bauherr:
Flughafen München GmbH
Deutsche Lufthansa AG
Terminal 2 Betriebsgesellschaft mbH & Co oHG
Terminal 2 Immobilien Verwaltungsgesellschaft mbH & Co oHG
- Architekten und Generalplaner: K+P Architekten und Stadtplaner GmbH
- Bauvolumen (KGR 2-7) 650 Mio. Euro
- Bruttogeschossfläche: 122.850 qm
- Gebäudelänge Satellit: 609 m
- Passagierkapazität: 11 Mio./Jahr
- Planungsbeginn: 2008 (Wettbewerbsgewinn 2007)
- Baubeginn: 2011
- Fertigstellung: 2015
- Inbetriebnahme: Sommer 2015




